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Isigny-sur-Mer

Frankreich seit 27.11.1987

Isigny-sur-Mer ist eine Gemeinde in der Calvados-Abteilung in der Basse-Normandie Region in Nord-Frankreich. Der Ort hat ca. 2900 Einwohner.

Homepage : http://www.isigny-sur-mer.fr/

 

Isigny-sur-mer und Weilerbach 2012

Gelebte Partnerschaft: Isigny-sur-mer und Weilerbach

Vom 11. bis 15. April weilte eine Abordnung der französischen Partnergemeinde Isigny-sur-mer Weilerbach. Für fünf Tage waren die 33 Frauen und Männer aus der Normandie in Gastfamilien untergebracht. Viele kennen sich schon seit Jahren, pflegen auch über die offiziellen jährlichen Besuche und Gegenbesuche private Kontakte, ja sogar Freundschaften, wie die Familien Ratschan und Urschel. Ganz besonders freute sich Ortsbürgermeister Host Bonhagen über „neue“ Gastgeber, wie die Familie Blauth vom Samuelshof. Ein nicht unwesentlicher Aspekt hinsichtlich des Fortbestehens der Partnerschaft, die in diesem Jahr 25 Jahre alt ist.
Der Anreise am frühen Mittwochabend folgte ein kurzer Willkommensempfang im Foyer des Bürgerhauses. Am Donnerstagmorgen besuchte die Delegation mit der Gärtnerei Janke ein familiengeführtes Weilerbacher Vorzeige-Familienunternehmen. Der von Hans-Joachim Janke 1967 ins Leben gerufene Betrieb, der heute von Sohn Rainer geführt wird, ist unter Orchideenzüchtern eine erste Adresse. Die innovativen Floristen bieten, wie auch das Motto des Hauses kundmacht, „mehr als nur Blumen und Pflanzen“. Davon konnten sich die normannischen Gäste während eines anderthalbstündigen Rundgangs durch die elf Gewächshäuser überzeugen. Die Franzosen zeigten ein großes Interesse an den zwei Anzucht- und neun Schauhäusern, in denen es grünte und blühte. Vorbei ging es an den Gewächshäusern mit den Orchideen. Für die eigenen Kreuzungen gelingt es den Jankes immer wieder, prominente Taufpaten zu gewinnen, wie Brigitte von Boch für die wunderschön violette Doritaenopsis „La reine de porcelaine“, die mit ihrem Namen auf die Bedeutung der von Bochs in der Porzellanmanufaktur verweist (Villeroy & Boch). Fasziniert waren die jüngeren und älteren Besucher von der Eintopfmaschine und dem ausgeklügelten und effizient arbeitenden Bewässerungssystem. Sinnigerweise heißt die Anlage, die automatisch die Tische unter Wasser setzt, „Ebbe und Flut“. Die Zeit bis zum Mittagessen verkürzte sich eine kleine Gruppe mit einem Spaziergang zur „Kanzel“. Die 2011 im Rahmen des Bildhauersymposions von der italienischen Bildhauerin Maria Claudia Farina geschaffene Skulptur, direkt am Radweg nach Schwedelbach, kurz vor der Storchenwiese.
Am Abend waren die französischen Freunde mit ihren deutschen Gastgebern zu einem Partnerschaftsabend im Bürgerhaus eingeladen, in dessen Verlauf Geschenke die Seiten wechselten und auf die Freundschaft angestoßen wurde. Eric Lebatteux vom französischen Partnerschaftskomitee sprach von einer „starken Partnerschaft“ und einer „tollen Zeit“ in Weilerbach, machte sich aber auch Gedanken über den Fortbestand. Es gelte, junge Menschen zu gewinnen.
Von einer gelebten Partnerschaft sprach Ortsbürgermeister Horst Bonhagen und bezeichnete die dauerhaften Beziehungen im privaten Bereich als schönstes Geschenk. Er stellte die Gemeinde und das Programm vor und wünschte „schöne, erlebnisreiche Tage in Weilerbach“. Sein französischer Amtskollege, Gérard Quesnel, Herr über 2.800 Einwohner, fand lobende Worte für die Beständigkeit der Partnerschaft. Zu verdanken sei diese dem Eifer und dem Fleiß des französischen sowie des deutschen Komitees. Er und seine Landsleute hätten sich im Laufe der Begegnungen nicht nur an der Kultur, den Festen und der Architektur erfreut, sondern die Deutschen schätzen gelernt. Quesnel stellte die Bedeutung „konkreter Bestandteile, die für die Bevölkerung sichtbar sind“, heraus, wie eine „Weilerbachstraße“, Partnerschaftsschilder an den Ortseingängen, der 2011 gepflanzte Zimtahorn nahe des Hafens sowie ein rosa Sandstein, der Weilerbachs Namen trägt. „Kein Bewohner kann die Partnerschaft zwischen unseren Städten ignorieren“, sagte der „maire“. Beide Bürgermeister betonten nachdrücklich: „Es lebe die Freundschaft zwischen unseren Gemeinden. Es lebe Weilerbach, es lebe Isigny, es lebe Europa!“ Donovan Aston umrahmte die Feier musikalisch.
Nach einem Besuch der saarländischen Hauptstadt am Freitag und einem Erholungstag in Weilerbach traten die Freunde aus Isigny-sur-mer am Sonntagmorgen wieder die Heimreise an.
Auf unseren Aufnahmen: Besuch in der Gärtnerei Janke. Rainer Janke (rechts) erklärt die Bewässerungsanlage „Ebbe und Flut“. - Ein Teil der Gruppe vor der „Kanzel“ von Maria Claudia Farina. - Beim Partnerschaftsabend: Paulette Lebatteux, Präsidentin des französischen Partnerschaftskomitees (2. von rechts), bei der Übergabe des Gastgeschenks an Ortsbürgermeister Horst Bonhagen (links daneben). Mit auf dem Foto: Dolmetscherin Traudel Ratschan, „maire“ Gérard Quesnel (von links) und Eric Lebatteux (ganz rechts).
Text/Fotos: bm

Partnerschaftsbesuch in Isigny-sur-mer/Frankreich

Am Dienstag, dem 26. April, um 06.00 Uhr morgens starteten wir mit achtzehn Personen zum Besuch in unserer Partnergemeinde Isigny-sur-mer. Isigny liegt in Nordfrankreich in der Normandie und hat ca. 2900 Einwohner. Die Partnerschaft besteht bereits seit 27. November 1987. Nach zehn Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Am Rathaus wurden wir schon von unseren französischen Freunden erwartet. Nach einem kleinen Empfang ging es zu den Familien.
Der Mittwoch war zur freien Verfügung, und viele Gastgeber nutzten den Tag zum Besuch der Küste. Am Donnerstag besuchten wir die Schokoladenfabrik in Bayeux und das archäologische Museum von Vieux la Romaine, bevor wir die römischen Ruinen besichtigen. Beim Picknick im Freien wurden uns französische Spezialitäten serviert. Bei einem Zwischenstopp besuchten wir den Bereich der Landungsoperation "Overlord" der amerikanischen und britischen Truppen im Frühjahr 1944. Entlang des Meeres ging es zurück nach Isigny.
Als Gastgeschenk hatten wir einen Freundschaftsbaum im Gepäck. Der Freundschaftsbaum - ein Zimtahorn - wurde von Ortsbürgermeister Horst Bonhagen und seinem französischen Kollegen Gèrars Quesnel gemeinsam gepflanzt. Bonhagen sagte: Menschen können ihre Freundschaft zueinander kaum dauerhafter und und eindrucksvoller als mit einem Baumgeschenk symbolisieren. Im Anschluss lud der französische Bürgermeister zu einem Sektempfang in das Rathaus ein. Als Abschluss folgte das gemeinsame Essen im Hotel de France.
Unsere Aufnahmen zeigen die Baumpflanzung, Gastgeber und Gäste auf der Rathaustreppe, das imposante Rathaus und den Empfang im historischen Saal.

Bienvenu - Willkommen


Bonjour! Guten Tag! Bienvenu! Hallo! Comment ca va? Gut. Et toi? Bon merci. Französisch-deutsches Sprachgewirr bei der Ankunft der Delegation aus der Partnergemeinde Isigny-sur-mer am vergangenen Donnerstag vor dem Bürgerhaus. Händeschütteln, herzliches Umarmen, Kussritual auf französische Art. Man kennt sich, hat sich im Laufe der 23 Jahre währenden Partnerschaft immer wieder getroffen, auch im privaten Rahmen. Ortsbürgermeister Horst Bonhagen führt das aus den Gastgebern und Ratsmitgliedern bestehende Empfangskomitee für die 33 Busreisenden an.

Der problemlosen zehnstündigen Anreise war es zu verdanken, dass noch vor der formellen Begrüßung im Foyer des Bürgerhauses Zeit für einen Friedhofsbesuch war. Ein stilles Gebet am Grab von Dieter Heller, einem der "Väter" der Partnerschaft und einem lieben, geschätzten Menschen.

Horst Bonhagen hieß die Gäste, unter ihnen seinen Amtskollegen Gérard Quesnel, die Partnerschaftsvorsitzende Paulette Lebatteux wie auch Kinder und Jugendliche, in Weilerbach herzlich willkommen. Er war voll des Lobes über die den offiziellen Austausch ergänzenden zahlreichen privaten Kontakte und Besuche und bezeichnete die Partnerschaften mit Isigny-sur-mer und dem englischen Kingsbridge als einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung. "Ich bin der festen Überzeugung, dass uns gelingen wird, diese Partnerschaft weiterhin mit Leben zu erfüllen", stellte Bonhagen optimistisch fest, forderte aber auch vorausschauend, "dass künftig mehr Jugendliche, junge Erwachsene und Vereine am Austausch teilnehmen". Monika Paulick dolmetschte nicht nur Bonhagens Begrüßungsrede an diesem Spätnachmittag, sondern war auch als Übersetzerin bei den weiteren Anlässen und Programmpunkten geschätzt und unverzichtbar. Begrüßungsgeschenke für die Gäste waren ein repräsentativer Notizblock, eine Infomappe mit Ortsplan und frankierter Postkarte. Nach der Vorstellung des Programmablaufs dieser Begegnung ergriff Gérard Quesnel das Wort, das Traudel Ratschan ins Deutsche übersetzte. Isignys Maire begleitet die Jumelage von Anfang an, 1987 noch als Beigeordneter und nun im neunten Jahr als Bürgermeister. Er freue sich auf das Programm und die Begegnungen.

Seit Bestehen der Partnerschaft logieren die Lebatteux’s im Haus der Familie Peter Urschel. Auch wenn die Urschels der französischen Sprache nicht mächtig sind, hat die Verständigung trotzdem über Jahrzehnte funktioniert, auch bei den zahlreichen gegenseitig-familiären Einladungen. Bevor sich Gäste und Gastgeber in die Privatquartiere zurückzogen, füllte Anthony Quaintaine seine Postkarte aus und brachte sie zum Briefkasten. Und noch ein Beispiel für die positive, völkerverständigende Wirkung von Partnerschaften - über Sprach- und Altersbarrieren hinweg - demonstrieren seit sechs Jahren zwei Namensvettern. Der 72-jährige Marcel Launay, der als Autor auch seine Erlebnisse im Algerienkrieg in einem Buch verewigt hat, und der 16-jährige Marcel Janke lassen kein Treffen verstreichen, ohne die Begegnung der beiden mit einer Fotoaufnahme zu dokumentieren.

Am Freitagmorgen begab sich die Gruppe auf historische Pfade. Unter der kundigen Führung von Gerhard Willenbacher lernte sie das Reinhard-Blauth-Museum kennen, wo ein Fleischwolf besondere Aufmerksamkeit fand und für Gesprächsstoff sorgte. Weitere Stationen waren die beiden Kirchen, der Karlsbrunnen und einige historisch relevante Gebäude wie auch ein Spaziergang durch das Naturerholungsgebiet "Busenwiesen". Am Freitagabend waren Gäste und Gastgeber eingeladen zum Partnerschaftsabend der Ortsgemeinde mit Buffet und Musik der Gruppe "Vis-a-Vis". Am Samstag führte ein Tagesausflug an die Deutsche Weinstraße mit Besuch von Neustadt, des Hambacher Schlosses und eines Weinguts mit Probe und Vesper.

Am Sonntagmorgen schlug für die "amis francais" die Abschiedsstunde. Im kommenden Jahr werden die Weilerbacher in Isigny-sur-mer erwartet und mit gewiss ebenso großer Herzlichkeit empfangen.

Bildlegende: 1. Seite, obere Reihe von links: Traudel Ratschan, Ortsbürgermeister Horst Bonhagen, Bürgermeister Gérard Quesnel; Marcel Launay und Marcel Janke; Anthony Quaintaine mit seiner Postkarte.

Text/Fotos: bm

Fahrt nach Isigny sur Mer

Freitag, den 16. Oktober 2009 um 6.00 Uhr morgens am alten Bahnhof in Weilerbach. Eine kleine Reisegruppe machte sich auf den Weg zu unserer Partnergemeinde in Isigny-sur-mer. Über Metz, Paris und Caen ging es quer durch Frankreich in die Normandie. Dort wurden wir schon sehnsüchtig von unseren Gastgebern erwartet. Beim herzlichen Empfang mit dem traditionellen Begrüßungsumtrunk, wurde gleich jedem Mitreisenden bewusst: Hier sind wir herzlich willkommen und fast daheim.

Viele der Teilnehmer pflegen zu unseren französischen Freunden schon langjährigen, regelmäßig Kontakte, die sich nicht nur auf die Gastgeberfamilien beschränken.

Zu Beginn unseres viertägigen Aufenthaltes, als erster offizieller Programmpunkt sozusagen, stand der Partnerschaftsabend. Ein köstliches Menü sowie Gesangbeiträge eines zwanzigköpfigen Chors. Bei der anschließenden Tanzmusik konnte jeder, der Lust hatte, das Tanzbein schwingen.

Der Samstag und Sonntag wurde mit den Gastfamilien verbracht. Hier standen Fahrten und Ausflüge ans Meer, zum traditionellen Bauernmarkt nach Bayeux, zur Miniatureisenbahnausstellung in Caen oder einfach ein Sparziergang durch das malerische Isigny-sur-mer auf dem Programm.

Der zweite offizielle Programmpunkt fand am Montag statt: Tagesausflug ins Schieferbergwerk "ardoisières von Caumont l’Eventé" mit einem leckeren Picknick zur Mittagszeit.

Die vier Tage vergingen wie im Flug, und am Dienstagmorgen trafen sich alle schweren Herzens in der Ortsmitte, um Abschied von Isigny zu nehmen. Erst nachdem jeder der Anwesenden versprochen hatte, sich im nächsten Jahr in Weilerbach wieder zu sehen, konnte der Bus in Richtung Heimat starten.

Bildlegende: Gruppenbild der französischen und deutschen Freunde der Partnerschaft. - Offizielle Begrüßung beim Partnerschaftsabend. - Partnerschaftspräsent an Isigny-sur-mer, eine Lampe mit Weilerbacher Motiven).

 

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